Nº. 1 of  1

Kult des Fragments

"Methode dieser Arbeit: literarische Montage. Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen."

Walter Benjamin: Passagen-Werk

Posts tagged Verneinung:

Nietzsche’s ‘yes’ is opposed to the dialectical ‘no’; affirmation to dialectical negation; difference to dialectical contradiction; joy, enjoyment, to dialectical labour; lightness, dance, to dialectical responsibilities.

-

Das ‘Ja’ Nietzsches opponiert dem ‘Nein’ der Dialektik; die Bejahung der dialektischen Verneinung; die Differenz dem dialektischen Widerspruch; die Freude, der Genuß der dialektischen Arbeit; die Leichtigkeit, der Tanz der dialektischen Schwere; die schöne Unverantwortlichkeit den dialektischen Verantwortlichkeiten.

Deleuze: Nietzsche and Philosophy, p. 9 [thanks to mattermedia!]

-

Gilles Deleuze: Nietzsche und die Philosophie. Aus dem Französischen übersetzt von Bernd Schwibs. München 1976, S. 14.

(via mattermedia-deactivated20121109)

Indem die Verneinung das, was etwas nicht ist, zur Sprache bringt, bestimmt sie das diesem Seienden nicht zugehörige und verbannt es dadurch aus dem Umkreis des Seins dieses Seienden. So zwischen Sein und nicht Sein dieses Seienden scheidend, produziert das Neinsagen inmitten der Sprache folglich ständig Leerräume, die sich als Archive aller negativen Urteile bezeichnen lassen, die das Gefüge einer Sprache im Laufe der Zeit hervorgebracht haben wird. Leerräume also, deren archivierte Inhalte jedem Seienden als solchem zukommen; und zwar als jener unverwechselbare, einmalige Schatten, der vom Sein dieses Seienden produziert wird und als sein ureigenes nihilum neben ihm herläuft.

—Arno Böhler: Unterwegs zu einer Sprache der Freundschaft. DisTanzen: Nietzsche - Deleuze - Derrida. Wien 2000, S. 20