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Kult des Fragments

"Methode dieser Arbeit: literarische Montage. Ich habe nichts zu sagen. Nur zu zeigen."

Walter Benjamin: Passagen-Werk

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Spur und Aura. Die Spur ist Erscheinung einer Nähe, so fern das sein mag, was sie hinterließ. Die Aura ist Erscheinung einer Ferne, so nah das sein mag, was sie hervorruft. In der Spur werden wir der Sache habhaft; in der Aura bemächtigt sie sich unser.

Walter Benjamin: Das Passagen-Werk [M 16 a, 4]: Der Flaneur.

In: Rolf Tiedemann (Hrsg.): Walter Benjamin - Gesammelte Schriften, Band V.I, Frankfurt am Main 1991, S. 560.

[via wolkigestelle]

SCHREIB DICH NICHT
zwischen die Welten,

komm auf gegen
der Bedeutungen Vielfalt,

vertrau der Tränenspur
und lerne leben.

Paul Celan: Schreib dich nicht. In: Paul Celan - Die Gedichte. Kommentierte Gesamtausgabe in einem Band, herausgegeben und kommentiert von Barbara Wiedemann, Frankfurt am Main 2005, S. 493.

Hugo Simberg - The Wounded Angel, 1903
[via absurdlakefront]  
“Wenn wir den Teil an Absurdität nicht zu spüren vermögen, den die Geschichte verwirklicht, ist ein Teil unserer messianischen Sensibilität verloren gegangen.”
—
Emmanuel Lévinas: Messianismus und Universalität. In: Schwierige Freiheit. Versuch über das Judentum. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Frankfurt am Main 1996, S. 102.

Hugo Simberg - The Wounded Angel, 1903

[via absurdlakefront] 

“Wenn wir den Teil an Absurdität nicht zu spüren vermögen, den die Geschichte verwirklicht, ist ein Teil unserer messianischen Sensibilität verloren gegangen.”

Emmanuel Lévinas: Messianismus und Universalität. In: Schwierige Freiheit. Versuch über das Judentum. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Frankfurt am Main 1996, S. 102.

(via merisoniomart)

Das Antlitz ist Not. Die Nacktheit des Antlitzes ist Not, und in der Direktheit, die auf mich zielt, ist es schon inständiges Flehen. In ihm vereinigt sich die Demut mit Erhabenheit. Und dadurch kündigt sich die ethische Dimension der Heimsuchung an.

Emmanuel Levinas: Die Spur des Anderen. Untersuchungen zur Phänomenologie und Soziologie. Übersetzt, herausgegeben und eingeleitet von Wolfgang Nikolaus Krewani. Freiburg/München 1983/2007, S. 222f.

[via nokturn]

Wer wird je das Recht haben zu sagen: »wir lieben uns«? Doch gibt es einen anderen Ursprung der Liebe, ein anderes amouröses Performativ als diese Vermessenheit? Wenn es ein Wir im Mitsein gibt, so weil es stets einen gegeben hat, der ganz allein im Namen des anderen, vom anderen her spricht, es gibt immer einen, der mehr, der länger lebt. Diesen einen, ich werde mich nicht drängen lassen, ihn »Subjekt« zu nennen. Wenn wir mit jemandem sind, so wissen wir unverzüglich, daß der eine von uns den anderen überleben wird, es also bereits tut und allein wird sprechen können und müssen. Und daraus kann man unmittelbar Konsequenzen ziehen. Das geschieht alle Tage; und selbst wenn wir die Marseillaise singen oder uns zu einem Chor zusammenfinden, was die Ausnahme bleibt und uns nicht sehr verbindet, ist stets ein Ich, das »wir« sagen kann, zum Beispiel, »wir lieben uns«.
Was beurkundet sich damit!
Dies ist keine Frage. Es ist abermals ein Ausruf, ein etwas schwebend aufgehängtes Ausrufezeichen, weil es stets schwierig ist zu wissen, ob es sich beurkundet […], was archiviert wird […], wie es archiviert wird – die Spur, die nur ankommt, um sich auszustreichen/indem sie sich ausstreicht […], jenseits der Alternative von Anwesenheit und Abwesenheit. Es ist nicht nur schwierig, es zu wissen, es ist strikt unmöglich, und zweifelsohne nicht, weil es stets mehr zu wissen gibt, sondern weil es nicht der Ordnung des Wissens untersteht.

—Jacques Derrida: Vergessen wir nicht – die Psychoanalyse!, Frankfurt am Main 1998, S. 21f. [via diesebastionbehrisch]

Evgenij Chaldej - Russische Soldaten hissen die Sowjetfahne auf dem Reichstag, 4. Mai 1945

“Dies gilt auch für Bilder, die das dargestellte Ereignis in so großer Prägnanz festhalten, daß sie mit ihm zusammenzufallen scheinen. Sie wurden fast sämtlich arrangiert. […] Dies mindert den historischen Wert dieser Photographien nur, wenn von ihnen der Zugang zu einer Urszene erwartet wird. Was sie dagegen dokumentieren, ist der Wille, eine solche im Bild zu überliefern. Sie verweisen auf etwas, was es möglicherweise niemals gegeben hat, was sich aber ereignet haben könnte. Sie bilden die Spur einer wahren Fiktion.

Neben der Vertauschung der Rahmenbedingungen, der nachträglichen Inszenierung und den Retuschen gehören Montagen zur Steuerung bildhafter Erinnerung.”

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“Cela vaut avant tout pour des images fixant l’événement représenté avec une telle prégnance qu’elles paraissent coïncider avec lui. Or, elles ont presque toutes été arrangées […]. Cela rabaisse la valeur historique de ces photographies, pour peu qu’on en attende l’accès à une scène originaire. Elles attestent, en revanche, de la volonté de livrer en image une pareille scène. Elles se réfèrent à quelque chose qui n’a probablement jamais eu lieu, mais qui aurait pu se produire. Elles figurent la trace d’une fiction vraie.

En dehors de la substitution des conditions de base, de la mise en scène après coup et des retouches, les montages appartiennent à l’orientation de la mémoire imagée.”

Horst Bredekamp: Bildakte als Zeugnis und Urteil. In: Monika Flacke (Hrsg.): Mythen der Nationen. 1945 - Arena der Erinnerungen. Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums. Begleitbände der Ausstellung. Band I, Mainz 2004, S. 29 - 66, hier: S. 46f.

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Horst Bredekamp: Actes d’images comme témoignage et comme jugement. Traduit par Denise Modigliani. In: Trivium. Revue franco-allemande des sciences humaines et sociales - Deutsch-französische Zeitschrift für Geistes- und Sozialwissenschaften, 1-2008.

Leise für ihn, immer leiser für ihn. Spurloses Wort, dem er folgt, irrend im Nirgendwo, wohnend im Überall. Das man gehn lassen muß, wie es will.
Wort, das zurückflieht und dem sie folgen.
Fliehend und von ihrer Flucht gerade dem entgegengetragen, wovor sie flieht, während er, der sie zwar nicht kennt, doch ihr seine Hilfe leiht, mit großen Schritten an ihrer Seite bleibt, fast schon sich umwendend wie ein Verräter, aber getreu.

Maurice Blanchot: Warten und Vergessen, Frankfurt am Main 1964, S. 118.

[via diesebastionbehrisch]

Seit ihrer Erfindung im Jahre 1839 pflegte die Fotografie den Umgang mit dem Tod. Weil das mit einer Kamera hergestellte Bild tatsächlich die Spur von etwas ist, das man vor das Objektiv gerückt hat, waren Fotografien als Erinnerung an eine entschwundene Vergangenheit und die lieben Verstorbenen jedem gemalten Bild überlegen. Den Tod im Augenblick seines Eintritts festhalten war demgegenüber etwas ganz anderes: die Reichweite der Kamera blieb beschränkt, solange sie herumgeschleppt, aufgebaut, eingestellt werden mußte. Doch sobald sich die Kamera vom Stativ emanzipiert hatte, sobald sie wirklich tragbar, mit einem Entfernungsmesser und einer Vielfalt von Objektiven ausgestattet war, die selbst aus der Entfernung ungeahnte Wunder bei der Herstellung von Nähe vollbrachten, wuchs der Fotografie bei der Vermittlung des Schreckens von massenhaft produziertem Tod eine Unmittelbarkeit und eine Autorität zu, die jeder sprachlichen Darstellung überlegen war.

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Dès l’invention de l’appareil photographique, en 1839, la photographie a eu partie liée avec la mort. Parce qu’une image produite grâce à l’appareil photographique est, littéralement, la trace de quelque chose qui a été porté devant l’objectif, les photographies comme memento du passé révolu eu des chers disparus ont toujours été supérieures à n’importe quelle œuvre picturale. Autre chose fut de saisir la mort au moment même où elle frappe : tant qu’il fallut traîner avec soi tout un équipement, installer l’appareil, le stabiliser, sa portée demeura limitée. Mais dès lors que l’appareil put se passer du trépied et devenir portable, dès lors qu’il fut pourvu d’un télémètre et d’un choix de lentilles permettant des prouesses d’observation inédites même à distance, la photographie acquit, pour traduire l’horreur de la mort en série, une immédiateté et une autorité supérieures à n’importe quel témoignage verbal.

Susan Sontag: Das Leiden anderer betrachten. Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Frankfurt am Main 2010, 3. Auflage, S. 31f.

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Susan Sontag, Devant la douleur des autres, Christian Bourgois éditeur, traduit de l’anglais par Faienne Durand-Bogaert, 2003, p. 32.

[merci a4rizm!]

Daher all das sterile Unglück, das den Gegenstand so vieler intimer Aufzeichnungen ausmacht, in denen das Bewußtsein versucht, sich Tag um Tag einzufangen, daher das Unglück all dieser verzweifelten Ichs mit blutenden Herzen, die sich auf der Spur zu sein glauben, während sie sich, ohne sich allzuviel zu schaden, in einer Falle zappeln, die sich zu ihrer süßen Qual selbst aufgebaut haben. Schwierigkeiten, Bedauern, Seufzer, Wiederanfänge, Leerlauf: durch eine Empfindung, einen Geschmack, eine Anekdote hindurch beobachtet man sich unermüdlich, sucht nach den entscheidenden Momenten, setzt ausschlaggebende Erfahrungen an. Verlorene Mühe! Man mag sich noch so liebenswürdig zeigen, das Ungetüm weigert sich, herauszukommen. Wie sollte ich mich in diesem buchstäblich verrückten Wutanfall, in dieser albernen Handlung in meiner Ganzheit wiedererkennen; wie aber leugnen, daß jene mich kompromittieren?

J.-B. Pontalis: Nach Freud, Frankfurt am Main 1974, S. 274.

[via diesebastionbehrisch]

Man achtet nicht genügend darauf, daß der Andere sich nie von vorne darbietet. Selbst wenn ich in der heftigsten Diskussion dem Gegner »die Stirn biete«, so befindet sich die Intention, die mich erreicht, nicht wirklich in diesem ungestümen und grimassierenden Gesicht, selbst nicht in der Stimme, die durch den Raum auf mich zukommt. Der Gegner ist niemals gänzlich lokalisiert: seine Stimme, seine Gebärden, seine Eigenheiten sind nur Wirkungen, eine Art von Inszenierung, eine Zeremonie. Der Veranstalter ist so gut getarnt, daß ich ganz überrascht bin, wenn meine Antworten ankommen: der zauberische Stimmträger gerät in Verwirrung, gibt einige Seufzer von sich, einige Meckerlaute, einige Zeichen von Intelligenz; man muß annehmen, dort drüben sei einer. Aber wo? Nicht in dieser allzu vollen Stimme, nicht in diesem Gesicht, das mit Spuren gezeichnet ist wie ein gebrauchter Gegenstand. Auch nicht hinter diesem Apparat: ich weiß wohl, daß es dort nur »mit Organen vollgestopfte Dunkelheiten« gibt. Der Leib des Anderen ist vor mir – aber was ihn selbst betrifft, so führt er ein einzigartiges Dasein: zwischen mir, der denkt, und jenem Leib oder eher neben mir, an meiner Seite, taucht er auf wie eine Nachbildung meiner selbst, ein umherirrendes Doppel, er treibt sich eher in meiner Umgebung herum, als daß er in ihr erschiene, er ist die unerwartete Antwort, die ich von anderswo erhalte, als ob durch ein Wunder die Dinge begännen, meine Gedanken auszusprechen; immer wären sie nur für mich denkend und sprechend, da sie eben Dinge sind, ich aber Ich bin.* Der Andere bewegt sich in meinen Augen also immer am Rande dessen, was ich sehe und höre, er ist auf meiner Seite, er steht neben mir oder hinter mir, er ist nicht an dem Ort, den mein Blick zermalmt und aller Innerlichkeit entleert. Jeder Andere ist ein anderes Ich. Er ist wie der Doppelgänger, den jener Kranke immer an seiner Seite spürt, der ihm wie ein Bruder gleicht, den er nie fixieren kann, ohne ihn verschwinden zu lassen, und der sichtlich nichts anderes ist als eine auswärtige Verlängerung seiner selbst, da schon ein wenig Aufmerksamkeit genügt, um ihn schrumpfen zu lassen. Ich und der Andere sind wie zwei fast konzentrische Kreise, die sich nur durch eine leichte und rätselhafte Verschiebung unterscheiden. Diese Verwandtschaft ist es vielleicht, die uns die Beziehung zum Anderen verständlich machen wird, eine Beziehung, die unbegreiflich bleibt, solange ich den Anderen von vorne anzupacken versuche, von seiner schroffen Seite. Im übrigen ist der Andere nicht Ich, und wir müssen wohl auf die Gegenseite gelangen. Ich gestalte den Anderen nach meinem Bilde; doch wie kann es für mich ein Bild von mir geben? Reiche ich nicht bis an den Rand der Welt, bin ich nicht für mich selbst schon deckungsgleich mit allem, was ich sehen, hören oder vortäuschen kann? Wie kann es von dieser Totalität, die ich bin, eine äußerliche Sicht geben? Von woher sollte denn diese Sicht kommen? Doch eben eine solche kommt zustande, wenn ein Anderer mir erscheint. Diesem Unendlichen, das ich verkörpere, fügt sich etwas hinzu, ein Sproß entsteht, ich verdoppele mich, ich erzeuge Nachkommen, dieser Andere ist gemacht aus meiner Substanz, und dennoch ist er nicht mehr Ich. Wie ist dies möglich? Wie könnte das ich denke von mir auswandern, da es ja mein Ich ist? Die Blicke, die ich auf der Welt herumspazieren ließ – so wie der Blinde die Objekte mit seinem Stab abtastet –, jemand hat sie vom anderen Ende her aufgegriffen und wendet sie gegen mich, um mich meinerseits zu treffen. Ich begnüge mich nicht mehr damit, zu empfinden: ich empfinde, daß man mich empfindet und daß man mich empfindend empfindet und zudem selbst die Tatsache empfindet, daß man mich empfindet … Es ist nicht nur so, daß ich von jetzt an einen anderen Leib bewohne: dies würde nur ein zweites Ich, einen zweiten Wohnsitz für mich ergeben. Nein, es gibt ein Ich, das ein anderes ist, das anderswo sitzt und mich von meiner zentralen Position absetzt, obwohl es seine Ich-Qualität augenscheinlich nur aus seiner Abstammung beziehen kann. Die Rollen des Subjektes und dessen, was es sieht, vertauschen sich und kehren sich um: ich glaubte dem was ich sah, den Sinn eines gesehenen Dinges zu verleihen, aber plötzlich entzieht sich eines der Dinge dieser Bedingung, das Schauspiel gibt sich von nun an selbst einen Zuschauer, der nicht Ich ist, sondern eine Kopie von mir. Wie ist dies möglich? Wie kann ich etwas sehen, das selbst zu sehen anfängt?

* Der Text des Satzes ist offensichtlich unvollständig. Nach »dire mes pensées« hat der Autor zwei Nebensätze angefangen, die er durchgestrichen hat, nach erneuter Lektüre hat er zweifellos ein »ou comme« dazugeschrieben, das er nicht fortgeführt hat.

Maurice Merleau-Ponty: Die Prosa der Welt. Wilhelm Fink Verlag, München, 1993. S.149f.

[via wirsinddiearche]

Differenz: die Nichtidentität des Selben, die Bewegung der Distanz, die das Werden der Unterbrechung trägt und verschleppt. Die Differenz trägt in ihrem Präfix die Abkehr, den Umweg, auf dem alle Macht, Sinn zu geben, ihren Ursprung in der Absetzung, die von ihm absetzt, sucht. Das “Scheiden, Verschieben, Aufschieben” der Differenz wird von der Schrift getragen, ohne doch je von ihr eingeschrieben zu werden; sie fordert im Gegenteil, daß diese sie im Grenzfall nicht einschreibt, daß sie, Werden ohne Einschreibung, eine Vakanz der Unregelmäßigkeit beschreibt, die keine Spur stabilisiert (vermeldet) und die, Aufriß ohne Spur, einzig durch die unaufhörliche Tilgung dessen, was sie determiniert, umschrieben wird.
Differenz: sie kann nur Differenz der Rede sein, redende Differenz, die zu reden erlaubt, ohne selber direkt zur Sprache zu kommen - oder, in ihr ankommend, auf die Fremdheit des Neutralen in ihrer Abkehr, in ihrem Umweg verweist, dasjenige, was sich nicht neutralisieren läßt. Rede, die sich immer im voraus, in ihrer Differenz, der geschriebenen Forderung zuschreibt. Schreiben: Zug ohne Spur, Schrift ohne Transkription. Der Schriftzug wird also nie die Einfalt eines Zuges sein, der sich zu ziehen und dabei mit seinem Zug zu verschmelzen fähig wäre, sondern die Divergenz, von der aus der Riß-Prozeß anfanglos anfängt. Die Welt? Ein Text?

—Maurice Blanchot: Nietzsche und die fragmentarische Schrift. In: Hamacher (Hg.): Nietzsche aus Frankreich. Berlin 2007, S. 97