Hegels Philosophie rauscht.
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Theodor W. Adorno: Aspekte, in: Rolf Tiedemann (Hg.): Theodor W. Adorno - Gesammelte Schriften, Darmstadt 1998, Band 5, S. 294.
Hegels Philosophie rauscht.
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Theodor W. Adorno: Aspekte, in: Rolf Tiedemann (Hg.): Theodor W. Adorno - Gesammelte Schriften, Darmstadt 1998, Band 5, S. 294.
Pause
Hinter den tiefsten Erinnerungen
Verwächst die Zeit;
Die alten Wege waren tief und breit,
Nun hat die Welt sie überdrungen.
„O Rauschen tief in mir,
Was aber hast du, das ich gerne hörte?
Ist denn ein Ton in dir,
Der mich nicht störte?”
„Ich habe nichts als Rauschen,
Kein Deutliches erwarte dir;
Sei dir am Schmerz genug, in dich zu lauschen.“
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Rudolf Borchardt: Pause, in: Theodor W. Adorno (Hg.): Rudolf Borchardt - Ausgewählte Gedichte. Frankfurt/M. 1968, S.40.
Die Klage ist aber der undifferenzierteste, ohnmächtige Ausdruck der Sprache, sie enthält fast nur den sinnlichen Hauch; und wo auch nur Pflanzen rauschen, klingt immer eine Klage mit. Weil sie stumm ist, trauert die Natur. Doch noch tiefer führt in das Wesen der Natur die Umkehrung dieses Satzes ein: die Traurigkeit der Natur macht sie verstummen. Es ist in aller Trauer der tiefste Hang zur Sprachlosigkeit, und das ist unendlich viel mehr als Unfähigkeit oder Unlust zur Mitteilung. Das Traurige fühlt sich so durch und durch erkannt vom Unerkennbaren. Benannt zu sein - selbst wenn der Nennende ein Göttergleicher und Seliger ist - bleibt vielleicht immer eine Ahnung von Trauer.
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Walter Benjamin: Über Sprache überhaupt und über die Sprache des Menschen.
Hinter den tiefsten Erinnerungen
Verwächst die Zeit;
Die alten Wege waren frei und breit,
Nun hat die Welt sie überdrungen.
»O Rauschen tief in mir,
Was aber hast du, das ich gerne hörte?
Ist denn ein Ton in dir,
Der mich nicht störte?«
»Ich habe nichts als Rauschen,
Kein Deutliches erwarte dir,
Sei dir am Schmerz genug, in dich zu lauschen.«
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Rudolf Borchardt: Pause, in: Theodor W. Adorno (Hg.): Rudolf Borchardt - Ausgewählte Gedichte. Frankfurt/M. 1957, S.40
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