Da wir dem Leben keine Schönheit abzuringen vermögen, sollten wir zumindest versuchen, unserem Unvermögen Schönheit abzuringen. Verwandeln wir unser Scheitern in einen Sieg, in etwas Positives, Erhabenes, mit Säulen, Würde und unserer geistigen Zustimmung! —
Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe, Zürich 2003, S. 302.
Brigitte en Vacances!
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Tumblrkaffeefahrten I: Trockenfarn, Grüne Soße, Bahntreppenharmonien auf Wodkaorgeln
“A life ladder”
(Source: stationarywomanhood)
Johannes Schebler - Das geheime Treffen, Mai 2012
20,5 x 15,7 cm
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(Source: imgfave, via thonesz)
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Haben wir das Gesicht soeben noch inmitten einer Masse gesehen und wird es dann gesondert hervorgehoben, dann ist es uns, als wären wir plötzlich mit ihm unter vier Augen allein. Sahen wir es auch vorhin in einem großen Raum, so werden wir dennoch, wenn wir dann während der Nahaufnahme in dieses Gesicht blicken, nicht mehr an jenen Raum denken. Denn der Ausdruck des Gesichtes und die Bedeutung dieses Ausdrucks hat keinerlei räumliche Beziehung oder Verbindung. Einem isolierten Anlitz gegenüber fühlen wir uns nicht im Raum. Unser Raumempfinden ist aufgehoben. Eine andersgeartete Dimension erschließt sich: die Physiognomie. —
Bela Balázs: Der Film. Werden und Wesen einer neuen Kunst. Wien 1972, S. 53.
In representational films sometimes the image affirms its own presence as image, graphic entity, but most often it serves as vehicle to a photo-recorded event. Traditional and established avant-garde film teaches film to be an image, a representing. But film is a real thing and as a real thing it is not imitation. It does not reflect on life, it embodies the life of the mind. It is not a vehicle for ideas or portrayals of emotion outside of its own existence as emoted idea. Film is a variable intensity of light, an internal balance of time, a movement within a given space. —
Ernie Gehr, January 1971
[via thequeenofswords:experimentalcinema]
Wird aber das Reale zum Bild, indem es in seiner Partikularität dem Ganzen so gleicht, wie ein Fordwagen allen anderen derselben Serie, so werden umgekehrt die Bilder zur unmittelbaren Realität. Zum vielberufenen ästhetischen Bildbewußtsein kommt es nicht mehr. Jede Leistung der Phantasie, die Erwartung, daß sie von sich aus die disjekten Elemente des Wirklichen zu dessen Wahrheit versammle, wird als ungebührliches Ansinnen fortgewiesen. Phantasie wird durch die automatisch verbissene Kontrolle darüber substituiert, ob auch die letzte imago, die zur Verteilung gelangt, das genaue, sachkundige und zuverlässige Abbild des entsprechenden Stückchens Wirklichkeit ist. —
Theodor W. Adorno & Max Horkheimer: Das Schema der Massenkultur. Kulturindustrie (Fortsetzung). In: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, in: Rolf Tiedemann (Hg.): Theodor W. Adorno - Gesammelte Schriften, Darmstadt 1998, Band 3, S. 301.
[via walter-benjamin-bluemchen]
Blow Up (Michelangelo Antonioni, 1966)